Thermisches Spritzen

Alle Spritzverfahren im Überblick

Von Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen bis Lichtbogenspritzen. Wählen Sie das passende Verfahren für Ihren Anwendungsfall oder lassen Sie sich von uns beraten.

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HVOF Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen Anlage bei OM Stuhr Cloppenburg – WC-Co Beschichtung für Verschleißschutz HVOF
Verfahren 01

Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen (HVOF)

Beim HVOF-Verfahren werden Pulverpartikel mit Verbrennungsgasen auf 400 bis 700 m/s beschleunigt und bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen auf das Bauteil aufgebracht. Das Ergebnis sind extrem dichte, harte Schichten mit herausragender Haftfestigkeit und minimalster Porosität, ideal für höchste Verschleißanforderungen.

< 1 %
Porosität
400–700 m/s
Partikelgeschwindigkeit
bis 1.600 HV
Schichthärte (je nach Werkstoff)
Alle metallischen Pulver
Werkstoffpalette

Geeignete Werkstoffe

WC-Co WC-CoCr Cr₃C₂-NiCr MCrAlY NiCrBSi Inconel

Typische Anwendungen

Pumpenkolben, Ventile und Absperrschieber in der Öl- & Gasindustrie
Turbinen- und Kompressorschaufeln in der Energietechnik
Walzen und Zylinder in Maschinenbau und Papierindustrie
Antriebswellen, Lagerlaufflächen und Wellendichtringsitze
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APS Plasmaspritzen Brenner F6 bei OM Stuhr Cloppenburg – Keramikbeschichtungen für thermische Barrieren APS
Verfahren 02

Atmosphärisches Plasmaspritzen (APS)

Beim Plasmaspritzen wird ein elektrischer Lichtbogen genutzt, um ein Plasmagas auf bis zu 15.000 °C zu erhitzen. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Hochschmelzwerkstoffe wie Keramiken und Oxide, die mit anderen thermischen Beschichtungsverfahren nicht verarbeitbar sind. Zum Einsatz kommen Wärmedämmschichten, elektrische Isolationen und biokompatible Beschichtungen.

bis 15.000 °C
Plasmatemperatur
250–450 m/s
Partikelgeschwindigkeit
1–10 %
Porosität
Alle Keramiken
Werkstoffpalette

Geeignete Werkstoffe

Al₂O₃ ZrO₂ / YSZ TiO₂ Cr₂O₃ Al₂O₃ / TiO₂

Typische Anwendungen

Wärmedämmschichten (TBC) auf Turbinen- und Brennkammerbauteilen
Elektrische Isolationsschichten auf Maschinen- und Antriebskomponenten
Korrosionsresistente Keramikschichten für die Chemieindustrie
Biokompatible Hydroxylapatit-Beschichtungen für die Medizintechnik
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Lichtbogenspritzen LDS bei OM Stuhr Cloppenburg – Zink- und Aluminiumbeschichtungen für Stahlkonstruktionen LDS
Verfahren 03

Lichtbogenspritzen (LDS)

Beim Lichtbogenspritzen werden zwei Drähte unter Spannung zugeführt, bis ein Lichtbogen entsteht, der das Material aufschmilzt. Das abgetragene Metall wird mit Druckluft auf das Bauteil beschleunigt. Das Verfahren ist besonders wirtschaftlich für großflächige Korrosionsschutzbeschichtungen mit Zink, Aluminium und Legierungen geeignet.

bis 6.000 °C
Lichtbogentemperatur
hoch
Abschmelzleistung
5–20 %
Porosität
bis 600 HV
Schichthärte (je nach Werkstoff)

Geeignete Werkstoffe

Zink (Zn) Aluminium (Al) ZnAl-Legierungen Kupfer Edelstähle Sonderlegierungen Molybdän

Typische Anwendungen

Langzeit-Korrosionsschutz für Stahlbrücken, Tanks und Stahlbauten
Offshore- und Meeresumgebungen mit hoher Chloridbelastung
Elektrische Leitschichten und Kontaktflächen
Verschleißschutz auf großen Flächen und Schichtaufbau
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Flammspritzen bei OM Stuhr Cloppenburg – Pulver- und Drahtflammspritzen für Maßaufbau und Korrosionsschutz FLS / DFS
Verfahren 04

Flammspritzen (FLS / DFS)

Beim Flammspritzen wird ein brennbares Gas-Sauerstoff-Gemisch genutzt, um Pulver (FLS) oder Draht (DFS) aufzuschmelzen und auf das Bauteil zu schleudern. Das Verfahren ist vielseitig einsetzbar, kostengünstig und eignet sich für Maßaufbau, allgemeinen Korrosionsschutz und die Regeneration verschlissener Bauteile.

bis 3.200 °C
Flammentemperatur
30–180 m/s
Partikelgeschwindigkeit
10–20 %
Porosität
flexibel
Werkstoffpalette

Geeignete Werkstoffe

Molybdän NiCrBSi (selbstfließend) Bronzen Stähle Al₂O₃ Kunststoffe

Typische Anwendungen

Maßaufbau und Regeneration abgenutzter Wellen, Zapfen und Sitze
Korrosionsschutz für Armaturen, Behälter und Konstruktionsteile
Schmierschichten aus Molybdän für Gleitpaarungen
Einlaufschichten auf Lagerungen und Gleitflächen
Flammspritzen anfragen

FAQ – Thermisches Spritzen

Antworten auf die häufigsten Fragen zu Spritzverfahren, Werkstoffen und Anwendungen.

Thermisches Spritzen ist ein Beschichtungsverfahren, bei dem Werkstoffe (Pulver oder Draht) durch Wärme aufgeschmolzen und mit hoher Geschwindigkeit auf ein Bauteil geschleudert werden. Es entstehen haftfeste Schichten zum Schutz vor Verschleiß, Korrosion und Hitze, ohne dass das Grundmaterial thermisch belastet wird. OM Stuhr bietet vier Verfahren: HVOF, APS, Lichtbogenspritzen und Flammspritzen.

HVOF beschleunigt Partikel auf 400 bis 700 m/s bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen, das Ergebnis sind extrem dichte Schichten mit unter 1 % Porosität, ideal für Hartmetalle wie WC-Co. APS (Plasmaspritzen) erreicht dagegen Temperaturen bis 15.000 °C und verarbeitet Hochschmelzwerkstoffe wie Keramiken (Al₂O₃, ZrO₂), die mit HVOF nicht beschichtbar sind.

Das HVOF-Verfahren liefert die härtesten thermischen Spritzschichten. Mit Wolframkarbid-Kobalt (WC-Co) werden Schichthärten bis 1.600 HV erreicht bei gleichzeitig niedrigster Porosität unter 1 % und Haftzugfestigkeiten über 70 MPa. Es ist das Verfahren der Wahl für höchstbeanspruchte Verschleißschutzschichten.

OM Stuhr beschichtet Bauteile mit einem Gewicht bis 10 Tonnen und einem Durchmesser bis 3,5 Meter auf 2.000 m² Produktionsfläche, roboterautomatisiert und BImSchG-genehmigt. Für Sonderformate nehmen wir individuelle Anfragen entgegen.

Die Standzeit hängt vom Verfahren, Werkstoff und der Belastung ab. HVOF-Schichten aus WC-Co erreichen je nach Einsatz mehrere Jahre Standzeit und verlängern die Bauteillebensdauer gegenüber unbeschichtetem Stahl oft um den Faktor 5–10.

Sie erreichen OM Stuhr per Online-Anfrage, per E-Mail an info@om-stuhr.de oder telefonisch unter +49 4471 / 707 56 20. Wir antworten in der Regel innerhalb von 24 Stunden und beraten Sie kostenlos bei der Verfahrensauswahl.

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