Welcher Werkstoff schützt Ihr Bauteil am besten? Ob Wolframkarbid für hochverschleißfeste Oberflächen, Chromoxid (Cr₂O₃) für Funktionsschichten oder Chromkarbid-Nickel-Chrom (Cr₃C₂-NiCr) als Alternative zu Hartchrom. Hier finden Sie geeignete Spritzwerkstoffe, ihre Eigenschaften und typische Einsatzbereiche.
Beratung anfragenVon harten Karbiden über Keramik-Oxide bis zu selbstfließenden Legierungen. Wählen Sie eine Gruppe und sehen Sie, welche Bauteile wir damit beschichten.
Extreme Härte gegen abrasiven Verschleiß.
DetailsElektrisch isolierend, chemisch beständig oder temperaturbeständig.
DetailsBeständig gegen Reibverschleiß mit exzellenten Gleit- und guten Laufeigenschaften.
DetailsHaftgrund und Schutz gegen Oxidation und Heißgaskorrosion.
DetailsEinschmelzbar und porenfrei.
DetailsAlternative zum Hartverchromen.
DetailsKarbide sind die härtesten Werkstoffe, die wir thermisch verarbeiten. Wolframkarbid im Kobalt- oder Kobalt-Chrom-Verbund (WC-Co, WC-CoCr) wird per HVOF aufgetragen und erreicht Härten, an die galvanische Verfahren nicht herankommen. Wo Sand, Feststoffe oder metallischer Kontakt ein Bauteil abtragen, hält eine Karbidschicht deutlich länger durch. Chromkarbid (Cr₃C₂-NiCr) übernimmt dieselbe Aufgabe bei höheren Temperaturen bis rund 800 °C.
Anwendungsbeispiele
Keramische Oxide bringen Eigenschaften mit, die kein Metall bietet. Sie isolieren elektrisch und widerstehen aggressiven Medien. Aufgetragen werden sie per atmosphärischem Plasmaspritzen (APS), weil ihre Schmelzpunkte weit über dem liegen, was Flamme oder Lichtbogen erreichen. Chromoxid (Cr₂O₃) ist der Klassiker für glatte, verschleißfeste Walzenoberflächen, Aluminiumoxid (Al₂O₃) für elektrische Isolation, und die Mischung Al₂O₃/TiO₂ dort, wo es etwas zäher zugehen darf.
Anwendungsbeispiele
Reine Metalle und einfache Metalllegierungen decken ein breites Feld ab, von Gleit- und Einlaufschichten bis zum großflächigen Korrosionsschutz. Molybdän bildet hervorragende Einlauf- und Notlaufschichten auf Gleitflächen. Zink und Aluminium schützen Stahlkonstruktionen per Lichtbogenspritzen langfristig gegen Korrosion, auch im Offshore-Bereich. Bronzen und Kupfer kommen als Gleit- und elektrische Leitschichten zum Einsatz.
Anwendungsbeispiele
MCrAlY-Legierungen (M steht für Nickel, Kobalt oder beides) sind die Spezialisten für hohe Temperaturen. Sie dienen als Haftgrund unter keramischen Wärmedämmschichten und schützen Bauteile gegen Oxidation und Heißgaskorrosion, etwa in Turbinen und Brennkammern. Aufgetragen werden sie per HVOF oder Plasmaspritzen, je nach geforderter Dichte und Oxidgehalt.
Anwendungsbeispiele
Selbstfließende Nickelbasislegierungen (NiCrBSi) enthalten Bor und Silizium und lassen sich nach dem Spritzen einschmelzen. Dabei verbinden sie sich metallurgisch mit dem Grundwerkstoff und werden porenfrei. Das Ergebnis sind dichte, harte und zugleich gut bearbeitbare Schichten, die sich hervorragend für den Maßaufbau verschlissener Bauteile und für harte Gleitflächen eignen. Mit eingelagertem Wolframkarbid steigt die Verschleißfestigkeit zusätzlich.
Anwendungsbeispiele
Hartverchromen war jahrzehntelang der Standard für harte, glatte Oberflächen, steht wegen Chrom-VI aber zunehmend unter Druck (REACH). HVOF-Schichten aus Wolfram- oder Chromkarbid sind der etablierte Ersatz: Sie sind härter, verschleißfester und bilden keine durchgehenden Mikrorisse, durch die Korrosion ans Grundmaterial gelangt. Bauteile, die bisher hartverchromt wurden, lassen sich meist ohne Konstruktionsänderung auf eine HVOF-Beschichtung umstellen, oft mit längerer Standzeit.
Anwendungsbeispiele
Ein schneller Überblick, welcher Beschichtungswerkstoff sich für welche Aufgabe bewährt hat. Im Zweifel beraten wir Sie und wählen gemeinsam die passende Lösung.
Antworten auf die häufigsten Fragen zu Werkstoffen, Verfahren und Anwendungen.